Anpassungen der Rechengrößen ab 2016

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) teilt mir, dass 2016 die Rechengrößen für die Sozialversicherung angepasst werden.

So wird die Versicherungspflichtgrenze von bisher EUR 54.900,00 (Jahreseinkommen) auf zukünftig EUR 56.250,00, also um EUR 1.350,00 angepasst. Die Versicherungspflichtgrenze beschreibt das Einkommen, bis zu dessen erreichen man grundsätzlich in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert ist. Sofern man das (Jahres-)Einkommen überschreitet ist man versicherungsfrei. Das bedeutet nicht, dass man keine Krankenversicherung benötigt (in Deutschland gibt es eine Versicherungspflicht), sondern man hat die Möglichkeit eine private Krankenvollversicherung abzuschließen. Es wird also zukünftig etwas schwieriger, sich aus der gesetzlichen Krankenversicherung befreien und eine private Krankenversicherung abschließen zu können. Der Anstieg ist aber gesetzlich vorgesehen.

"Die bundesweit einheitliche Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (Jahresarbeitsentgeltgrenze) steigt auf 56.250 Euro (2015: 54.900 Euro). Die ebenfalls bundesweit einheitliche Beitragsbemessungsgrenze für das Jahr 2016 in der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt 50.850 Euro jährlich (2015: 49.500 Euro) bzw. 4.237,50 Euro monatlich (2015: 4.125 Euro)".

  West Ost
  Monat Jahr Monat Jahr
Beitragsbemessungsgrenze:
allgemeine Rentenversicherung
6 200 € 74 400 € 5 400 € 64 800 €
Beitragsbemessungsgrenze: knappschaftliche 
Rentenversicherung
7 650 € 91 800 € 6 650 € 79 800 €
Beitragsbemessungsgrenze:
Arbeitslosenversicherung
6 200 € 74 400 € 5 400 € 64 800 €
Versicherungspflichtgrenze:
Kranken- u. Pflegeversicherung
4 687,50 € 56 250 € 4 687,50 € 56 250 €
Beitragsbemessungsgrenze:
Kranken- u. Pflegeversicherung
4 237,50 € 50 850 € 4 237,50 € 50 850 €
Bezugsgröße
in der Sozialversicherung
2 905 €* 34 860 €* 2 520 € 30 240 €
vorläufiges Durchschnittsentgelt/Jahr 
in der Rentenversicherung
36 267 €

(vgl. Meldung des BMAS vom 7. September 2015).

Die Versicherungspflichtgrenze beschreibt übrigens die Grenze, ab der zusätzliches Einkommen nicht mehr in der Sozialversicherung beitragspflichtig ist.

Nachweise/Fundstellen